Roh

Wenn ich endlich die Zeit von mir abgeschüttelt habe und nicht mehr ständig auf die Uhr sehen muss, dann weiß ich nicht mehr genau wer ich bin. Mein Essen verwundet meinen Teller und meine Sprache verselbständigt sich, um mir zu zeigen, wozu ich fähig bin, wenn ich mich schreiben lasse, wenn ich mich gehen lasse, bis das Rohe abgestreift ist und ich nackt, glänzend und makellos bin. Wer bin ich?

Die Zeit gab mir Muße mich an den Grund meines Selbst zu versenken und ich stelle fest, dass mein Wollen oft das Wollen von Anderen ist. Bin ich denn nur ein Werkzeug? Bin ich nicht. Bin ich nicht mein? Bin ich nicht nur Freude am Dasein und an der Schöpfung selbst?

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s