Ein Fenster

Die Zeichnung gehört zu einem Traum, den ich kürzlich hatte: Ich floh in Gummistiefeln vor meinem Vater durch eben jenes Fenster auf dem Bild, weil ich eine unwichtige E-Mail entwendet hatte. In den Gartenanlagen blühten die Blumen trotz Schnee. Unsere Katze Spunck stellte bedrohlich das Fell auf.

Ich finde jedoch, dass das Bild auch zu einem Gedicht passt, dass ich vor zwei Wochen schrieb – da hatte ich gerade „Junges Licht“ gesehen und mich an Wilhelm Hauffs Erzählung „Die Bergwerke zu Falun“ erinnert:

In meinem Kopf
da ist dein Antlitz unbefleckt;
hat keiner Wahrheit hartes Licht
es je erschreckt;
unter Tage dort
bleibt es versteckt –
Herz meiner Finsternis –
stollentief versenkt
und unentdeckt.

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