Zeitschleifen – Ziele für die Ewigkeit

Ich hatte arg überlegt, ob ich etwas zu „La La Land“ schreiben sollte, den ich gestern im Kino sah. Vorweg: Ich habe ungefähr vierzig Minuten gebraucht, bis ich mich auf die Kombination aus Musical, Film und den leicht dokumentarischen Charakter einlassen konnte, was ich lange finde. Wir haben im groben Story-Aufbau also die musikalischen Pflichtparts integriert: Overtüre, Chöre, Duett, Solonummern und (mein persönlicher Favorit) den Epilog. Dann hat sich Writer/Director Damien Chazelle natürlich Gedanken darüber machen müssen, was bildlich und was musikalisch erzählt wird und wo dann überhaupt noch Dialog notwendig ist. Meiner Meinung nach hätte es bei den beiden Schauspielern weniger sein dürfen, beide sind so gut, dass vieles auch im Spiel ausgedrückt wird, ohne es zu sagen, aber das kann man beim Schreibprozess natürlich nicht vorhersehen. Dass ich die deutsche Übersetzung sah, trägt sicherlich nicht zur Qualität der Dialoge bei. Da ich selbst singe und Klavier spiele, könnte ich mich jetzt lang und breit über die Fähigkeiten von Ryan Gosling und Emma Stone auslassen, ich fasse mich aber kurz: Gerade bei ihr finde ich, dass sehr guter Gebrauch von den eher bescheidenen Fähigkeiten gemacht wurden und das passend zum Charakter war.

Es hat mir Spaß gemacht, mich auf die Emotionswechsel bei Emma Stones Mia einzulassen, die mich oft mitgenommen haben. Ich denke, es ist bei ihr schwierig einen männlichen Gegenpart zu finden, ich hab bisher noch nichts so richtig Passendes neben ihr gesehen, außer vielleicht den lüsternden Edward Norton in „Birdman“. Ryan Gosling mag ich seit seiner „Drive“-Performance sehr und auch mit seinem Sebastian hab ich mitgelitten. Beide zusammen ist Geschmackssache.

Mir war einiges an dem Film noch zu roh: Das Skript hätte ruhig noch etwas ruhen dürfen, bevor es verfilmt wird und der Regisseur hätte etwas mehr auf die Qualität seiner Darsteller reagieren können. Dennoch, wenn man Musik mag und sich von ihr mitnehmen lässt, gräbt er sich ins Herz.

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