Rainer Maria Rilke – Der Wahnsinn

Das Gedicht wurde mir vor ein paar Wochen gezeigt und ich hab es auf Anhieb geliebt. Besonders die dritte Strophe hat mich sehr berührt, weil ich gerade nur zu schmerzhaft zu verstehen beginne, was Abhängigkeit eigentlich bedeutet. Was lag also näher, als dazu eine Illustration zu machen? Ich bin komischerweise erst heute auf das Konzept der „Kunstgedichte“ gestoßen, wobei zu einem Kunstwerk ein Gedicht gemacht wird – das ist quasi die Umkehrung.

Die Idee für das Gesamtkonzept hatte ich in einer Leerlauf-Phase vor dem Rückflug von einer Geschäftsreise und habe da schon eine erste Skizze gemacht. Die Ausführung folge am letzten Wochenende, wobei das Bild als Gesamtheit nicht mehr in gängige Formate gepasst hat und sich auch überhaupt weigert, ein Rechteck zu sein.

Die Schrift direkt mit einzubinden und als Teil des Bildes zu nutzen, ist ein Test. Den Mut dazu verdanke ich der wundervollen Emily Carroll, die das ganz meisterhaft versteht und deren Horror-Kurzgeschichten-Comic-Sammlung „Through the woods“ ich nur weiter empfehlen kann.

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